Berufe und Kassen im Einzelhandel
Der Handel gehört nach wie vor zu den Wirtschaftszweigen, in denen der Begriff Karriere mit Lehre wirklich zutrifft. Viele Führungskräfte bis in die höchsten Positionen haben wie viele selbständige Händler auch ihren Berufsweg mit einer Ausbildung im Handel begonnen. Dem differenzierten Qualifikationsbedarf entsprechend bildet der Einzelhandel in einer Vielzahl von Berufen aus. Dazu zählt zum Beispiel der Gestalter für visuelles Marketing (früher Schauwerbegestalter), Kauffrau/-mann für Bürokommunikation, oder auch Kauffrau/-mann im Groß- und Außenhandel. Hier sechzehn oder noch mehr Berufe aufzuführen, die im Einzelhandel ausgebildet werde, würde hier sicher den Rahmen sprengen. Jeder Beruf, der im Einzelhandel mit Kundenkontakten zu tun hat, bringt meist auch den Kontakt zu Kasse, Registrierkasse, Kassensystem oder Netzwerkkasse mit sich. Die wichtigsten auszubildenden Berufe im Handel sind nach wie vor Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Verkäufer/Verkäuferin mit derzeit über einhunderttausend Auszubildenden. Diese Ausbildungen wurden zum 01.08.2004 grundlegend modernisiert, womit auch die Qualifikationen deutlich verbessert wurden. Für eine Karriere im Handel ist besonders wichtig der sehr freundliche und kompetente Umgang mit Kunden, engagiert Tätigkeit auch schon im Ausbildungsbetrieb, dauernde Weiterbildung in Seminaren und Lehrgängen. In großen Betrieben wie Supermarktketten oder Filialbäckereien wird auch eine gewisse regionale Flexibilität gefordert, um auch in Filialen in anderen Orten eingesetzt werden zu können. Natürlich sind Filialen eines Betriebes meist mit Netzwerkkassen oder einem Kassensystem ausgestattet. Die Bedienung der meist identischen Endgeräte ist dann für den Mitarbeiter kein Problem. Auch die Kassensoftware dürfte mit beinahe identischen Informationen bestückt sein. Lediglich kleinere filialspezifische Unterschiede sind zu berücksichtigen. Aber wer seine Ausbildung gewissenhaft durchlaufen hat und auch seine Berufstätigkeit im Einzelhandel mag, wird weder ein Problem damit haben, gelegentlich auch in einer anderen Filiale zu arbeiten und sich dort auf ein Kassensystem mit leicht differenzierter Kassensoftware einzustellen. Da die POS-Kassen in Filialen alle eine Leitung zur Betriebszentrale haben, wird dort auch von jeder Filiale aus die an der Kasse stattfindende Arbeitszeiterfassung bekannt gegeben. So lässt sich nicht nur nachweisen, dass ein Mitarbeiter gearbeitet hat, sondern auch wo er tätig gewesen ist. Dadurch könnten eventuell Fahrtkostenerstattungen seitens des Arbeitgebers gewährt werden. Da der Hauptbetrieb auch einen Zugang zur Kassensoftware hat, können in einer entsprechenden Datenbank auch Preise aktualisiert werden. Regelmäßige Preisänderungen finden in vielen Verbrauchermärkten mit wöchentlich wechselnden Angeboten statt. Somit können auch die Preise der entsprechenden Artikel von einer zugriffsberechtigten Person im Kassensystem auf den Angebotspreis gesenkt und später wieder auf den Normalpreis erhöht werden. Die Mitarbeiter an den Kassen Stationen bekommen von der Datenänderung aktiv meist nichts mit. In kleinen Einzelgeschäften, wo noch eine herkömmliche Registrierkasse genutzt wird, ist eine solche Preisänderung in der Kassensoftware nicht möglich, aber auch nicht nötig. Eine kleine Bäckerei beispielsweise wird möglicherweise wöchentlich ein Angebot haben, aber nicht in dem Warenumfang, als dass man sich das nicht so merken könnte. Auch die Werbeschilder für die Kunden, wann was im Angebot ist, helfen den Verkäuferinnen, die jeweilige Aktionsware korrekt mit der Registrierkasse abzurechnen.
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